Passierte Tomaten selber machen – so einfach geht's

Wenn die Tomaten im Garten erst einmal so richtig in Fahrt sind, erntet man häufig mehr, als man in der Zeit essen kann. Ob kleine, süße Cherrytomaten, saftige Fleischtomaten oder die beliebten San Marzano – irgendwann ist einfach zu viel da. Genau dann lohnt es sich, leckere Passata einzukochen.

Tomatenernte

Im Grunde steckt hinter Passata nichts anderes als passierte Tomaten. Sie bilden die perfekte Grundlage für Pizza, Pasta oder Suppen. Der große Vorteil: Du brauchst wirklich nur Tomaten. Keine Gewürze, kein Salz. So bleibt die Passata lange haltbar und passt später zu allem, was du daraus zaubern möchtest.

Welche Tomaten eignen sich besonders gut?

Viele schwören auf San Marzano-Tomaten. Sie haben festes, aromatisches Fruchtfleisch, kaum Kerne und bringen von Natur aus einen intensiven Geschmack mit – ideal für eine dicke, sämige Passata.

Falls du davon keine Mengen zu Hause hast (wer hat das schon? 😉), ist das aber kein Problem. Auch mit anderen Sorten klappt es wunderbar: Fleischtomaten sorgen für eine cremige Konsistenz, Cocktail- und Cherrytomaten bringen eine angenehme Süße. Am spannendsten wird es oft, wenn man verschiedene Sorten mischt – das gibt ein ganz eigenes Aroma. Meine Passata war in diesem Jahr so süß, da hätte zusätzlicher Zucker nur gestört.

Geschnittene Tomaten auf Brett

Wenn du besonders aromatische Tomaten verwenden möchtest, lohnt sich der eigene Anbau. In meinem Artikel über Tomaten pflanzen zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du vom Samenkorn bis zur Ernte kommst.

Zutaten

Reife Tomaten – so viele, wie du hast. 3 kg ergeben ca. 4–5 Gläser à 435 ml.

Passierte Tomaten – Schritt für Schritt

Tomaten vorbereiten: Tomaten gründlich waschen, den Strunk entfernen und grob zerkleinern.

Tomaten köcheln lassen: Die Stücke in einen großen Topf geben und ohne weitere Zutaten bei mittlerer Hitze 15–20 Minuten köcheln lassen. Dabei vor allem am Anfang umrühren, bis sie weich sind und Saft ziehen.

Passieren: Die klassische Methode: Die gekochten Tomaten durch ein feines Sieb oder eine Flotte Lotte streichen. So bleiben Schale und Kerne zurück und du erhältst eine samtige, dickflüssige Passata.

Alternative – pürieren: Falls du kein Sieb oder keine Flotte Lotte zur Hand hast, kannst du die Tomaten auch mit dem Pürierstab verarbeiten. Wichtig ist dabei, die Schale und vor allem die Kerne vorher zu entfernen – denn pürierte Kerne können einen leicht bitteren Geschmack hinterlassen. Die Konsistenz wird durch das Pürieren insgesamt etwas flüssiger, eignet sich aber trotzdem hervorragend als Basis für viele Gerichte.

Passata einkochen: Die passierte oder pürierte Tomatenmasse erneut in den Topf geben und weitere 10–15 Minuten sanft köcheln lassen. Dadurch wird sie konzentrierter und aromatischer.

Abfüllen und haltbar machen: Die heiße Passata sofort in sterile Gläser oder Flaschen füllen, fest verschließen und bei 90 °C für ca. 30 Minuten einkochen. So hält sie mindestens ein Jahr. Wenn du dich intensiver mit dem Einkochen und Einmachen beschäftigen möchtest, habe ich dazu einen eigenen Artikel mit vielen praktischen Tipps geschrieben.

Passierte Tomaten im Glas

Tipps & Variationen

  • Ohne Einkochen hält sich die Passata nur wenige Tage im Kühlschrank.
  • Mit Basilikum: Wie oben erwähnt, koche ich die Passata pur ein, damit ich sie später für verschiedene Rezepte verwenden kann. Aber da ich es auch gerne mediterran mag, lege ich in einige Gläser ein paar frische Basilikumblätter, bevor ich die heiße Passata einfülle. Das gibt einen feinen Geschmack und sieht im Vorratsregal wunderschön aus.

Noch mehr rund um Tomaten und Vorräte aus dem Garten

Falls du dich auch für den Anbau von Tomaten interessierst, findest du hier weitere hilfreiche Artikel:

Häufige Fragen zur Tomaten-Passata

Was ist der Unterschied zwischen Pürieren und Passieren?

Beim Passieren streichst du die Tomaten durch ein Sieb oder eine Flotte Lotte. Dabei bleiben Schalen und Kerne zurück und die Passata wird besonders sämig und fein. Beim Pürieren zerkleinerst du die Tomaten mit dem Pürierstab. Du solltest bei diesem Vorgang aber Schale und Kerne entfernen. Die Passata wird beim Pürieren etwas dünner.

Wie lange ist Passata haltbar?

Eingekocht bei 90 °C für etwa 30 Minuten hält sich deine Passata mindestens ein Jahr. Ein angebrochenes Glas bitte im Kühlschrank lagern und innerhalb weniger Tage verbrauchen.

Kann man Tomaten mit Kernen pürieren?

Möglich ist es, empfehlenswert eher nicht. Pürierte Kerne können einen leicht bitteren Geschmack verursachen. Wenn du pürierst, solltest du Kerne und Schale vorher entfernen.

Welche Konsistenz hat Passata?

Passierte Tomaten sind dick und samtig, pürierte Tomaten dagegen flüssiger. Auch die Sorte spielt eine Rolle: Fleischtomaten machen die Passata cremiger, Cocktailtomaten bringen mehr Süße und Flüssigkeit ins Glas.

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Passierte Tomaten im Glas

Passierte Tomaten

Beetelfe
Samtige, fruchtige Passata aus frischen Tomaten – pur, ohne Zusätze und ideal als Basis für Pasta, Pizza und Soßen.
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Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Einkochzeit, 90 °C 30 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 10 Minuten

Zutaten
 

  • Reife Tomaten

Anleitungen
 

  • Tomaten gründlich waschen, Strunk entfernen und grob zerkleinern.
    Geschnittene Tomaten Nahaufnahme
  • In einem großen Topf bei mittlerer Hitze 15–20 Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind und Saft ziehen.
    Gekochte Tomaten
  • Durch ein feines Sieb oder eine Flotte Lotte passieren. (Alternative: pürieren – dafür Schale und Kerne vorher entfernen, sonst kann es leicht bitter schmecken. Die Passata wird außerdem etwas flüssiger.)
    Tomaten im Sieb mit Löffel
  • Passierte oder pürierte Tomaten erneut in den Topf geben und 10–15 Minuten sanft einköcheln lassen.
    Tomaten im Topf nach dem Passieren
  • Heiße Passata sofort in sterile Gläser oder Flaschen füllen, fest verschließen.
    Passierte Tomaten im Glas
  • Bei 90 °C ca. 30 Minuten einkochen – so ist sie mindestens 1 Jahr haltbar.

Notizen

Nur als Anhaltspunkt: 3 kg Tomaten ergeben ca. 4–5 Gläser leckere Passata à 435 ml.
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